Sie haben sich für eine Wärmepumpe entschieden – oder denken ernsthaft darüber nach. Eine der ersten praktischen Fragen: Was passiert mit dem Gasvertrag? Kann man einfach kündigen? Und was, wenn noch Laufzeit übrig ist?
Der Normalfall: Vertrag mit Jahresfrist
Die meisten Gasverträge laufen mit einer Kündigungsfrist von vier bis sechs Wochen zum Vertragsende – oft zum Jahresende. In diesem Fall ist die Kündigung unkompliziert: Sie kündigen fristgerecht, der Anbieter bestätigt das Ende des Vertrages, und mit Einbau der Wärmepumpe läuft kein Gas mehr.
Was bei einem laufenden Mehrjahresvertrag gilt
Schwieriger wird es, wenn Sie noch in einem Mehrjahresvertrag stecken. Grundsätzlich gilt: Ein laufender Vertrag bindet Sie. Es gibt aber Ausnahmen:
- Preiserhöhung: Erhöht der Anbieter den Preis, haben Sie ein Sonderkündigungsrecht – meist mit vier Wochen Frist nach Ankündigung der Erhöhung.
- Umzug: Beim Wegzug aus dem Gebäude erlischt der Gasbedarf. Hier gibt es ebenfalls Sonderkündigungsrechte, je nach Vertragsbedingungen.
- Rückbau des Gasanschlusses: In einigen Fällen kann der Netzbetreiber bei vollständigem Verzicht auf Gas einen außerordentlichen Kündigungsgrund anerkennen.
Im Zweifel lohnt es sich, die genauen Vertragsbedingungen zu prüfen – und mit dem Anbieter zu sprechen. Manche Versorger sind kulant, wenn sie wissen, dass der Anschluss dauerhaft stillgelegt wird.
Was mit dem Gasanschluss selbst passiert
Der Gasanschluss wird vom Netzbetreiber stillgelegt, nicht automatisch mit Vertragsende. Das ist ein separater Prozess, den Sie beim Netzbetreiber beantragen. In der Regel entstehen dabei Kosten für die Trennung.
Manche Eigentümer behalten den Gasanschluss zunächst als Reserve – das ist möglich, aber mit Grundkosten verbunden. Langfristig macht ein kompletter Rückbau oft mehr Sinn.
Timing: Wann sollte man kündigen?
Idealerweise koordinieren Sie die Kündigung des Gasvertrags mit dem geplanten Einbau der Wärmepumpe. Ein Puffer von ein bis zwei Monaten ist sinnvoll – Installationen können sich verzögern, und Sie wollen nicht in einer Lücke ohne Heizung stecken.
Wer den Gasvertrag zu früh kündigt und sich auf den Liefertermin der Wärmepumpe verlässt, lebt riskant.
Wir begleiten den gesamten Prozess – von der ersten Anfrage bis zur Inbetriebnahme der Wärmepumpe und der Abmeldung des Gasanschlusses. Mehr zur Wärmepumpe im Altbau finden Sie hier: Wärmepumpe im Altbau.
Unsere Erfahrung aus der Beratung: In unserer täglichen Beratung begleiten wir viele Haushalte beim Übergang von Gas zur Wärmepumpe. Was uns dabei auffällt: Die meisten unterschätzen die Kündigungsfristen. Wer seinen Gasvertrag zu spät kündigt, zahlt oft noch Monate für einen Anschluss, den er gar nicht mehr nutzt. Eine frühzeitige Planung – idealerweise parallel zur Handwerkersuche – spart bares Geld.
Sie planen den Wechsel zur Wärmepumpe und möchten wissen, wie Sie Ihren Gasvertrag optimal kündigen? Wir begleiten Sie durch den gesamten Prozess – tragen Sie sich unten ein.
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