Wer eine Photovoltaikanlage hat oder gerade eine installieren lässt, stellt sich irgendwann diese Frage: Brauche ich überhaupt noch einen normalen Stromvertrag? Und wenn ja, welcher passt am besten zu einer PV-Anlage?

Die Antwort ist: Ja, Sie brauchen weiterhin einen Netzstromanschluss – aber der richtige Tarif kann bei einer PV-Anlage ganz anders aussehen als ohne.

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Warum Sie trotz PV-Anlage einen Stromvertrag brauchen

Selbst wer eine große Solaranlage auf dem Dach hat, ist nicht vollständig autark. Nachts produziert die Anlage keinen Strom. Im Winter ist die Produktion deutlich geringer als im Sommer. Und an bewölkten Tagen reicht die Leistung oft nicht für den Grundbedarf. Sie benötigen also weiterhin Netzstrom – die Frage ist nur, wann und wie viel.

Was sich mit einer PV-Anlage verändert

Ihr Jahresverbrauch aus dem Netz sinkt deutlich. Wer vorher 4.500 kWh im Jahr bezogen hat, kommt mit einer gut dimensionierten PV-Anlage auf vielleicht 1.500 bis 2.000 kWh – je nach Anlage und Verbrauchsprofil. Das hat Auswirkungen auf die Tarifwahl.

Ihr Verbrauchsmuster verschiebt sich. Strombezug findet nun hauptsächlich in den Abend- und Nachtstunden statt sowie im Winter. Das macht zeitvariable Tarife interessanter.

Welcher Tarif passt zur PV-Anlage?

Dynamische Tarife: Anbieter wie Tibber oder aWATTar bieten Tarife, deren Preis stündlich variiert – je nach Börsenstrompreis. Wer seine Geräte smart steuern kann (Waschmaschine, Wärmepumpe, Elektroauto), kann günstige Stunden nutzen und teure meiden. Mit einer PV-Anlage macht das besonders Sinn, weil man durch Eigenverbrauch die teuren Stunden ohnehin teilweise überbrückt.

Günstiger Grundtarif: Wer keinen Smart-Home-Aufwand möchte, wählt einfach den günstigsten Tarif für niedrigen Verbrauch. Bei 1.500 kWh Netzstrom im Jahr fallen Unterschiede im Arbeitspreis weniger stark ins Gewicht als bei Vollbezug.

Was ist mit der Einspeisevergütung?

Die Einspeisevergütung für Solarstrom, den Sie ins Netz einspeisen, wird separat vom Strombezug abgewickelt – über Ihren Netzbetreiber oder einen Direktvermarkter. Das ist unabhängig von Ihrem Stromlieferanten. Sie können also den günstigsten Stromanbieter wählen, ohne dass das die Vergütung beeinflusst.

Lohnt sich ein Wechsel nach der PV-Installation?

Fast immer ja – weil sich Ihr Verbrauchsprofil geändert hat und viele Tarife speziell auf niedrigen Restbezug zugeschnitten sind. Wir schauen uns das gemeinsam an und finden den Tarif, der zu Ihrer neuen Situation passt.

Unsere Erfahrung aus der Beratung: Wir beraten regelmäßig PV-Besitzer, die ihren Stromtarif seit der Installation nicht angepasst haben. Das ist ein häufiger Fehler: Der Tarif, der vor der PV-Anlage sinnvoll war, passt danach oft nicht mehr – weil der Jahresverbrauch aus dem Netz stark gesunken ist und sich das Muster verschoben hat. In solchen Fällen sehen wir Einsparpotenziale von 80 bis 150 Euro jährlich allein durch den Tarifwechsel.

Weiterlesen: Photovoltaik im Altbau: Lohnt es sich? · PV und Wärmepumpe kombinieren · Stromvertrag abschließen – worauf achten?

Sie haben eine PV-Anlage und möchten wissen, welcher Stromtarif jetzt wirklich zu Ihrem veränderten Verbrauchsprofil passt? Wir finden ihn für Sie – einfach unten eintragen.

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