Ihr Stromvertrag läuft aus – und Sie haben eine Verlängerungsankündigung bekommen. Was jetzt? Einfach verlängern, schnell wechseln oder erst vergleichen? Diese Frage beantworten wir Ihnen Schritt für Schritt.
Was passiert, wenn Sie nichts tun?
In den meisten Fällen verlängert sich Ihr Stromvertrag automatisch – in der Regel um ein weiteres Jahr, manchmal zu veränderten Konditionen. Manche Anbieter wechseln Sie dabei in einen teureren Bestandskundentarif, der kaum noch beworben wird. Das ist legal, aber für Sie nachteilig.
Wichtig: Schauen Sie genau auf die Konditionen nach der Verlängerung. Oft steigt der Arbeitspreis, während der neue Tarif für Neukunden deutlich günstiger bleibt.
Wann lohnt sich ein Wechsel?
Immer dann, wenn Ihr aktueller Tarif teurer ist als vergleichbare Angebote. Das klingt offensichtlich – aber viele Haushalte überprüfen das nie, weil der Aufwand zu groß erscheint. Tatsächlich dauert ein Wechsel heute weniger als zehn Minuten.
Konkret lohnt sich ein Wechsel besonders in diesen Situationen:
- Ihr Vertrag läuft in den nächsten 3 Monaten aus
- Sie haben eine Preiserhöhung erhalten
- Sie zahlen mehr als 30 Cent pro kWh Arbeitspreis
- Sie sind noch im Grundversorgungstarif Ihres Netzbetreibers
Wann ist eine Verlängerung in Ordnung?
Wenn Ihr Anbieter Ihnen aktiv ein gutes Verlängerungsangebot macht – mit Preisgarantie, günstigem Arbeitspreis und fairer Laufzeit – dann kann eine Verlängerung die einfachere Option sein. Gute Anbieter belohnen Treue manchmal mit echten Vorteilen.
Vergleichen Sie aber trotzdem kurz: Selbst 10 Minuten Recherche können Ihnen 100 bis 200 Euro im Jahr sparen.
Worauf sollten Sie beim Vergleich achten?
Arbeitspreis (ct/kWh): Das ist der wichtigste Wert. Bei 3.500 kWh Jahresverbrauch macht 1 Cent Unterschied bereits 35 Euro aus.
Grundpreis (€/Monat): Wird oft klein gedruckt, aber bei niedrigem Verbrauch kann er den Vorteil eines günstigen Arbeitspreises zunichte machen.
Laufzeit und Preisgarantie: Verträge ohne Preisgarantie können jederzeit teurer werden – auch wenn Sie gerade erst wechselt haben.
Neukundenprämien: Verlockend, aber erst rechnen: Wenn der Arbeitspreis 2 Cent höher ist, kostet Sie das bei 3.500 kWh schon 70 Euro pro Jahr – mehr als manche Prämie wert ist.
Wie läuft ein Wechsel ab?
Sie schließen beim neuen Anbieter einen Vertrag ab und geben Ihren aktuellen Verbrauch und Zählernummer an. Den alten Vertrag kündigt der neue Anbieter in der Regel für Sie – das ist seit Jahren gängige Praxis. Sie müssen also nicht selbst kündigen. Und: Eine Versorgungslücke gibt es nicht. Bis der neue Vertrag aktiv ist, sind Sie automatisch im Grundversorgungstarif abgesichert.
Unsere Erfahrung aus der Beratung: In unserer Beratung erleben wir oft, dass Kunden ihren Vertrag seit Jahren nicht überprüft haben – und seit der Verlängerung 8 bis 12 Cent pro kWh mehr zahlen als Neukunden beim gleichen Anbieter. Das ist kein Einzelfall, sondern Standard in der Branche. Wer einmal im Jahr 10 Minuten investiert, schützt sich dauerhaft vor diesen stillen Preiserhöhungen.
Sie möchten wissen, ob sich für Sie ein Wechsel lohnt oder ob Ihr Verlängerungsangebot fair ist? Wir vergleichen das kostenlos für Sie – einfach unten eintragen.
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